Backpacker wollen irgendwo ankommen, um dann wieder zu neuen Eindrücken aufzubrechen. Sie sind immer auf der Reise – letztendlich auf der zu sich selbst. Backpacker lieben Thailand. Es stillt für eine Weile ihre Sehnsucht nach der exotischen, unbekannten Ferne, der fremden Kultur. Thailand liefert ihnen neue Traumstrände, geheimnisvolle Dschungel, eine wilde Bergwelt, eine pulsierende Metropole und die Bekanntschaft mit sehr freundlichen, höflichen Menschen. Dennoch ist ein gut lesbares “No! Thank you” Ansteck-Schild an touristischen Orten wirksam gegen die allgegenwärtigen, nervigen “guten Geister”. Noch wirkungsvoller, ein T-Shirt-Aufdruck auf thailändisch: “mai ao krap, kopkun krap”. Außerdem ist Thailand sehr preisgünstig, was einen langen, intensiven Aufenthalt verspricht.
Thailand als Backpacker erleben

Neuankömmlinge landen meist zuerst auf der Khaosan Road in Bangkok, der Backpacker-Straße schlechthin. Bestückt mit Travel-Agencys, den unerlässlichen Internet-Cafés für die obligatorischen Rundmails, Unterkünfte en masse, preisgünstige Imbissläden und allem was Backpacker so brauchen – wie die Thailand erfahrenen Gleichgesinnten. Von denen erhalten “die Neuen” beste Tipps für günstige Hostel, gute Garküchen, optimale Wege und Transportmittel für die Weiterreise zu den Inseln, Regionen und Sehenswürdigkeiten. Backpacker vertrauen einander – auch in Bezug auf “no go areas”. So wie der Lumpini Park in Bangkok, nahe der Patpong Roads (Rotlichtviertel), der mit schwindendem Tageslicht zu einem unsicheren Terrain wird. An den Nachbargrenzen ist es ruhiger geworden. Nur mit Kambodscha gab es 2011 noch Gefechte um den Grenzverlauf. Der Massentourismus ist auf kleine Gebiete beschränkt, um die Backpacker einfach einen Bogen schlagen.
Hingegen sind Koh Chang, Koh Lipe, Koh Khao oder Ko Hai noch Bilderbuchinseln mit Robinsonfeeling. Neuester Tipp: Koh Kood, eine zwar große, aber abgelegene Insel vor Kambodscha mit herrlichen Lagunen, Traumstränden, Urwald, Wasserfällen und Stelzendörfern. Noch ein Paradies, doch wird bereits ein Flughafen geplant. Party-Backpacker zieht es nach Koh Pan gan zur monatlichen Full Moon Party. Dank Internet, Handy und zahlreichen Reisebüros sind alle Reise-Abläufe problemlos vor Ort zu tätigen. Die Kommunikation findet auf Englisch statt. Ein Pluspunkt ist auch das breite Netz sehr günstiger Bahn- und Busverbindungen. Es gibt recht komfortable Nachtbusse, in denen Erfrischungen und Snacks gereicht werden.
Thailand ist ein sicheres Reiseland, auch für allein reisende Frauen, übliche Taschendiebstähle und Kleingaunereien ausgenommen. Zur Not hilft die freundliche und fremdsprachlich versierte “Tourist Police”. Weniger nett reagiert die Polizei auf Straftaten wie Drogenbesitz oder Beleidigung des Königs. In Restaurants, Discos, Bars, Clubs ist Rauchen verboten. Weitere “DONTs”: nackt und “oben-ohne” (bei Frauen) sonnen oder schwimmen, laute Auseinandersetzungen, Ungeduld, Unhöflichkeit, öffentlich Zärtlichkeiten austauschen, Thaimenschen am Kopf berühren.
Backpacker reisen in Thailand, klimatisch und durch das niedrige Preisniveau begünstig, mit leichten Rucksäcken. Es reichen Flip-Flops, einige Shorts und T-Shirts, darunter ein langarmiges und eine dünne, lange Hose für “offizielle” Anlässe. Unentbehrlich sind ein Paar feste, hohe Schuhe für unwegsames Gelände (Schlangen) oder Dschungel- und Bergtrekking. Die sind im Land teuer und kaum in “europäischen Größen” zu erhalten. Schweizer Messer (nicht im Handgepäck oder am Körper tragen während eines Fluges), die obligatorische Wasserflaschen-Plastiktüte, die Klopapierrolle, Lesestoff und etliche kleine Plastiktüten zum wasserdichten Verstauen von allen wichtigen Papieren, Obst und klassischen Fotofilmen. Macht sich bezahlt auf Bootsfahrten, bei Flussdurchquerungen und heftigen Regenschauern.
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